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Spielen mit dem, was mit uns spielt

June 22nd, 2008 · Comments Off

Peter Sloterdijk, Spielen mit dem, was mit uns spielt

“Ich werde gleich in medias res gehen, was bei einer philosophischen Herleitung eines solchen Themas wie «Fussball – Brot und Spiele» nichts anderes bedeuten kann, als zu zeigen, von wo man das Thema weit herholen möchte – Philosophie ist ja die Kunst des «Weit-Herholens der Dinge». Den Sport weit herholen heisst für Europäer nichts anderes, als in unsere eigene Antike zurückzublicken, und zwar in ihrer Doppelgesichtigkeit als einer griechischen und einer römischen. Um meine These im Voraus zusammenzufassen: Wir haben im Sportgeschehen des 20. Jahrhunderts eine doppelte Renaissance erlebt – auf der einen Seite eine griechische Renaissance, die im Zeichen des Stadions steht, auf der anderen Seite eine Renaissance römischen Typs, im Zeichen der Arena. Der Generaltrend in der Sportkultur des 20. Jahrhunderts verrät den zunehmenden Sieg des Arena-Prinzips über das Stadion-Prinzip – was zugleich etwas aussagt über die Grundtendenz der Massenkultur im 20. Jahrhundert.”

De Nederlandse versie van de tekst Sloterdijks lezing verscheen in Trouw: Liggen of staan, dat is de kwestie.

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